Bersrod

Wie der Name schon sagt, musste erst einmal gerodet werden, bevor sich zwischen 800 und 1100 die ersten Menschen in Bersrod niederlassen konnten, denn Siedlungsraum war knapp. In Urkunden aus der Zeit von 1266/86 wird Bersrod erstmals erwähnt. 1670 wohnten hier etwa 100 Menschen in 18 Häusern, 160 Jahre später “338 Seelen in 61 Häusern”. Jetzt hat Bersrod 800 Einwohner. Früher war “Kuckuck” der Spitzname für die Bersröder, die aber ganz offensichtlich Spaß verstehen. Sie haben nämlich in den Stein des Brunnens am Lindenplatz einen Kuckuck einmeißeln lassen und so allen Spöttern den Wind aus den Segeln genommen.

Evangelische Kirche Bersrod

Die ältesten Schriftstücke, die in der Gemeinde Reiskirchen gefunden wurden, stammen aus Bersrod. Es handelt sich hier hauptsächlich um Rechnungen an die Kirche aus den Jahren 1575 - 1630. Sie galten seit über 80 Jahren als verschollen und waren zuletzt 1913 in einem von einem Pfarrer als Heimatmuseum eingerichteten Raum in der Bersröder Schule aufbewahrt worden. Der Pfarrer stieß seinerzeit mit dem Museum, dem ersten seiner Art im Raum Reiskirchen, auf wenig Gegenliebe und als er ein Jahr später starb, wurde leider nur ein Teil der von ihm gesammelten Dinge aufgehoben. Bei den geretteten Unterlagen waren auch die “Kastenrechnungen”, die 2002 an die Kirche zurück gegeben und ausgewertet wurden.

http://www.bersrod.de

Lindenplatz.jpg

Talstrasse

Früher Schulhaus, heute Jugendzentrum

Der Kuckuck

Die ev. Kirche von Bersrod

Prächtig verzierte Orgel