Arbeitskreis Dorferneuerung legt Dorfplatzplanung fest

Lindenstruth (alb) Im Feuerwehrhaus in Lindenstruth fand eine Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung (DE) mit anschließender Sitzung des Arbeitskreises (AK DE) statt, zu der Anne Schreiner vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung und Architektin Elisabeth Schade vom Planungsbüro Holger Fischer eingeladen hatten. Sie konnten erstmals bei einer Sitzung über die DE Bürgermeister Dietmar Kromm begrüßen und neben leider nicht vielen Einwohnern waren Uwe Markgraf als Ansprechpartner in der Gemeinde Reiskirchen und Ortsvorsteher Gerhard Albach anwesend. Anne Schreiner gab einen kurzen Rückblick über das seit 2008 laufende Programm und stellte fest, dass Förderanträge nur noch bis zum 15. September 2016 gestellt werden können. 
Weiter wies sie auf einige Neuerungen hin, die derzeit diskutiert und wohl noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Neben den Fördermöglichkeiten bei energetischen Sanierungsarbeiten sind bessere Fördersätze und andere Förderkriterien zu erwarten, die das Verfahren erleichtern und Antragsteller begünstigen. Es wird künftig nicht mehr auf das Baujahr eines Objektes ankommen, sondern der Gedanke der ortstypischen Bauweise wird das entscheidende Kriterium sein und auch der Abriss von Gebäuden und Gestaltung von Freiflächen wird wohl aufgenommen werden. Deshalb kann es sinnvoll sein, in der Vergangenheit abgelehnte Anträge noch einmal neu zu stellen. Weiterhin ist nach wie vor eine kostenlose Beratung bei Elisabeth Schade anzumelden, bevor Anne Schreiner über den Antrag entscheiden muss. Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass die Zuschüsse erst nach Abschluss der Maßnahmen ausgezahlt werden und nicht zurückzuzahlen sind.
Anschließend diskutierte der AK DE über die Planungen des „Kirchplatzes, des Lindenplatzes und des Feuerwehrvorplatzes“.  Bereits im Herbst 2012 waren die Planungen dafür vorgestellt und die Plätze im Februar 2013 besichtigt worden. Als nächstes soll der Feuerwehrvorplatz in Angriff genommen werden, da hier wegen defekter Abwasserleitungen im demnächst Kanalarbeiten vorgesehen sind und es sinnvoll erscheint, diese in einem Zug durchzuführen. Angeregt wurde eine Komplettsanierung des Vorplatzes, da evtl. nicht bekannte Anschlussleitungen vorhanden sind bzw. der vorhandene Asphalt dem Druck durch das neue LF10 KatS der Feuerwehr nicht lange standhalten wird. Drei zu setzende Bäume und Kleinpflanzen werden den Platz abrunden.
Einigkeit bestand bei den Teilnehmern, dass der Kirchplatz als weitere Maßnahme in 2014 realisiert werden soll. Der Platz zwischen der Stirnseite der Kirche und der bestehenden Außenmauer soll hier geöffnet und neu angelegt und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Die bestehenden Sträucher sind zu entfernen und der Untergrund mit Pflaster zu befestigen, das sich dem bestehenden Pflaster anpasst. 
Der Lindenplatz wird erst 2015 angegangen werden, da hier noch Gespräche mit den Stadtwerken Gießen wegen dem Abriss des alten Trafohäuschens und den Kosten der Kabelverlegung anstehen. Auch soll aus Kostengründen auf einzelne Details verzichtet werden. Die genaue Planung wird deshalb erst später erfolgen.