Lindenstruth: Kita durch Dorferneuerung runderneuert

Reiskirchen (gal). Mit der Übergabe der sanierten Kindertagesstätte »Sternschnuppe« in Lindenstruth beim Tag der offenen Tür am Samstag, dem 29. Juni (von 11 bis 15 Uhr) an die Kinder, Kindergartenhelferinnen und die Öffentlichkeit findet das nächste größere Projekt der Dorferneuerung seinen Abschluss.

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Nach der Einweihung des Dorftreffs im Juni vergangenen Jahres zeigen sich fast genau ein Jahr später anschaulich die Vorteile, die sich für Lindenstruth durch die Dorferneuerung ergeben und die zu einer positiven Veränderung in den verschiedensten Bereichen des Ortes geführt haben. Bürgermeister Dietmar Kromm und Ortsvorsteher Gerhard Albach werden an diesem Tag die Gäste begrüßen und auch Erläuterungen zum Projekt und seine Umsetzung geben.
Im September 2012 hatte die Leiterin der Dorf- und Regionalentwicklung, Abteilung für den ländlichen Raum, Gudrun Müller-Mollenhauer der Gemeinde Reiskirchen verschiedene Zuwendungsbescheide überbracht. Darunter war auch die Zusage der Finanzierung zur Sanierung von Dach, Fenster und Fassade des unter Denkmalschutz stehenden Kindergartengebäudes, dass im ersten Bauabschnitt unter Mitwirkung des Amtes für Denkmalschutz realisiert wurde.
Der Zuwendungsbescheid belief sich auf insgesamt 82 500 Euro, das sind 75 Prozent der förderfähigen Nettokosten, so dass der Eigenanteil der Kommune an diesen Arbeiten rund 55 300 Euro beträgt. Damit wurde durch die Dorferneuerung eine Modernisierung des gesamten Gebäudekomplexes ermöglicht, wobei die Gemeinde Reiskirchen die restlichen Mittel im Haushalt bereit gestellt hat.
Im Verlauf des zweiten Bauabschnittes wurden weitere, dringend erforderliche Umbaumaßnahmen in Angriff genommen, um die Einrichtung einer U3-Betreuung zu gewährleisten und die Kita den neuesten Richtlinien anzupassen. Es wurde im Zuge eines Brandschutzkonzeptes der zweite, fehlende Rettungsweg über eine Fluchttreppenanlage realisiert und die gesamte Elektroanlage erneuert. Gleichzeitig stand die Sanierung der vorhandenen Sanitärräume, Küche und Personalräume an. In einem kleinen Anbau wurden neue Waschräume installiert und das vorhandene Raumkonzept überarbeitet. Hierzu wurden im gesamten Obergeschoss eine Akustikdecke montiert und im Dachgeschoss erforderliche Räume für die Angestellten eingerichtet. Alle Arbeiten mussten aus Kostengründen während des laufenden Betriebs des Kindergartens ausgeführt werden, was eine besondere Herausforderung für die Kinder, Angestellten, Eltern, Handwerker und Bauleiter Anton Krippner darstellte.
Zur Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes: Der jetzige Kindergarten wurde am 28. September 1902 als Schulgebäude (mit Lehrerwohnung) für 80 Kinder eingeweiht und war mit einem Zuschuss von 7000 Mark vom Kreisamt unterstützt worden. Aus der achtklassigen Schule wurde 1963 eine vierklassige Grundschule. Im Oktober 1971 kam die Umwidmung in einen Kindergarten, wobei im Obergeschoss noch viele Jahre die Gemeindeverwaltung mit Gemeindekasse untergebracht war. Heute ist das Gebäude eines von fünf denkmalgeschützten Objekten in Lindenstruth.
Zum Tag der offenen Tür am 29. Juni ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Neben der Besichtigung der Räume sind Vorführungen der Kinder geplant. Der offizielle Teil wird um 11 Uhr im kleinen Saal der Wieseckhalle stattfinden, der durch die Räume des Dorftreffs betreten werden kann.