Ettingshausen

Da auch in der Umgebung von Ettingshausen Hügelgräber aus der Bronzezeit (2.300 - 800 v. Chr.) gefunden wurden, kann man davon ausgehen, dass es bei seiner Ersterwähnung am 4. April 1286 schon lange bestand. Ettingshausen, der südlichste Ortsteil von Reiskirchen, wird schon zur Wetterau gezählt und unterstand im Mittelalter dem Gericht Münster (heute Laubach-Münster). Es gehörte eine Zeit lang zu Solms, gelangte 1423 durch Teilung an die Grafschaft des Grafen Johann und ging 1806 mit der gesamten Grafschaft an des Großherzogtum Hessen.
Ettingshausen ist als reines Gewanndorf angelegt. Als Gewann bezeichnete man den Teil einer Flur, der für die Dreifelderwirtschaft ausgelegt war. Hier besaß jeder Bauer Ackerstreifen, die abwechselnd mit Winter- oder Sommerfrucht bestellt wurden. In jedem dritten Jahr lag das Feld brach, diente dem Vieh als Weide und wurde dabei gedüngt.
Die Fruchtwechselwirtschaft wurde tausend Jahre lang (etwa 800 -1800) betrieben.
1890 hatte Ettingshausen 599 Einwohner, heute sind 1.900 Personen hier gemeldet.

Die Ettingshäuser Kirche

ist eine Sehens-würdigkeit. Sie wurde als Wehrkirche etwa 1260 erbaut und diente nicht nur dem Gottesdienst, sondern auch dem Schutz der Bürger. Im Inneren sind es besonders das große, farbige Fenster hinter dem Altar und das spätgotische Tonnengewölbe des Kirchenschiffes, die auf den ersten Blick auffallen. An der Kanzel sind künstlerisch wertvolle Gemälde der zwölf Apostel aus der Zeit des Barock (1600-1720) angebracht.
Im nördlichen Ortsrand von Ettingshausen finden Groß und Klein im Sommer Erfrischung im Schwimmbad. Das Schwimmer-/Nichtschwimmerbecken misst 30 m x 11 m, ist 60 cm bis 1,80 m tief, hat eine Rutsche und zwei Startblöcke, während das Kleinkinderbecken 35 cm tief, 4 m lang und 2,50 m breit ist.
Neben einem großen Parkplatz, mehr als 4.000 qm Liegewiese und einem Spielplatz bietet das Freibad ein Beachvolleyball-Feld, Tischtennis und einen Kiosk mit Biergarten.
Die Flugplatzsiedlung gehört zu Ettingshausen, entstand nach dem 2. Weltkrieg und wurde für Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten zur neuen Heimat. Der Namensgebende nahe Flugplatz hat während des Krieges militärischen Zwecken gedient, heute wird er nur noch von Hobbypiloten genutzt.

Kulturhalle

Schönes Fachwerk in Ettingshausen

Grundschule Ettingshausen, erbaut 1895

Lungstein-Brunnen in der Nähe der Sporthalle

Die Kirche von Ettingshausen

Das Fenster hinter dem Altar

Freibad

Flugplatzstraße

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