Überprüfung der Standfestigkeit von Grabdenkmälern

Nach den Unfallverhütungsvorschriften sind die nutzungs- und pflegeberechtigten Personen von Grabstätten verpflichtet, mindestens einmal jährlich die Standfestigkeit der Grabdenk­mäler zu überprüfen.

Der Bundesgerichtshof sowie das Oberlandesgericht Celle haben hierzu Grundsatzurteile gefällt. Darin heißt es, dass bei der Überprüfung strenge Maßstäbe anzuwenden sind, um den durch Umsturz von Grabdenkmälern drohenden Gefahren vorzubeugen. Ein Grabdenkmal ist sofort abzubauen oder zu sichern, sobald man erkennt, dass die Standsicherheit nicht mehr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Eine Sicherung ist zweifellos dann erforderlich, wenn die Standfestigkeit des Grabmals beim Anfassen mit beiden Händen und einer kräftigen Zugprobe oder bei anderer geeigneter Prüfung nicht mehr gegeben ist. Aber auch geringfügige Lösungserscheinungen können eine sofortige Sicherung erforderlich machen, da sie sich schlagartig durch Sturm, starke Regen­fälle oder Bodensetzung ausweiten können.

Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht als Friedhofsträger ist die Gemeinde Reiskirchen ebenfalls verpflichtet, jährlich die Standfestigkeit der Grabmäler zu überprüfen. Die diesjährigen Kontrollen werden vom 18. – 22. September 2017 von einem von der Gemeindeverwaltung beauftragten Sachverständigenbüro durchgeführt.

Lose Grabsteine werden mit Aufklebern mit der Aufschrift „Unfallgefahr, Grabstein ist lose, bitte sofort befestigen“ versehen. Standunsichere Grabmale sind von den Nutzungs- bzw. Pflegeberechtigten sofort zu sichern bzw. durch eine Fachfirma sichern zu lassen. Die Gemeindeverwaltung bittet um Verständnis für diese unumgängliche Maßnahme.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Markgraf unter der Tel.-Nr. 06408-959034. 

Reiskirchen, den 1. September 2017

Markgraf
Fachbereich I